Stimmen aus dem Ausland treffen in den Swing States noch ein / Votes from Abroad are Still Arriving in Swing States

Zwischenmeldung der US-Demokraten in Deutschland zur Präsidentschaftswahl

Stimmen aus dem Ausland treffen in den Swing States noch ein

5. November 2020, 18.30 Uhr Während die Stimmenauszählung noch läuft, blickt Democrats Abroad Germany, der offizielle Ableger der US-Demokratischen Partei in Deutschland, mit Zuversicht auf das Wahlergebnis, denn unsere Organisation weiß, wie viele der 6.5 Millionen im Ausland lebenden AmerikanerInnen in den letzten Monaten von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben. Allein in Deutschland war die Anzahl von US-BürgerInnen, die einen Stimmzettel über VoteFromAbroad.org angefordert haben, dieses Jahr fünf mal höher als im Vergleich mit der Präsidentschaftswahl 2016. 

Mehr als die Hälfte der Mitglieder von Democrats Abroad sind WählerInnen, die aus Swing States stammen. Die Stimmen dieser im Ausland lebenden US-BürgerInnen könnten in den nächsten Tagen aufgrund des knappen Rennens ausschlaggebend für ein positives Wahlergebnis für Joe Biden werden. Die Gesetze einiger Bundesstaaten sehen vor, dass Stimmzettel aus dem Ausland, die bis zum Wahltag am 3. November abgeschickt wurden, rechtmäßig ausgezählt werden, sofern sie im Rahmen spezifischer Fristen eintreffen (Georgia: 6. Nov; Nevada: 10. Nov.; Pennsylvania: 10. Nov.; North Carolina: 12. Nov. / Quelle: VoteFromAbroad.org/states). Diese Fristen tragen dem Umstand Rechnung, dass Briefwahlzettel aus dem Ausland einen längeren Postweg haben, und sind daher vielfach länger als die Fristen für im Inland abgegebene Briefwahlstimmen.  

“Wir wussten, dass es auf ein knappes Rennen hinauslaufen könnte. Deswegen haben wir seit Monaten um jede Stimme in Deutschland gekämpft,” sagt Candice Kerestan, Vorsitzende von Democrats Abroad Germany, die von München aus ihren Stimmzettel nach Pennsylvania geschickt hat. “Jetzt müssen unsere Stimmen aber auch sorgfältig ausgewählt werden,” betont sie. Wenn dies geschieht, und damit der demokratische Wahlprozess weiterhin legitim durchgeführt wird, könnten die Stimmen aus dem Ausland zu einem wichtigen Faktor für einen Wahlsieg Joe Bidens werden.


Election Update from the Democratic Party in Germany

Votes from Abroad are Still Arriving in Swing States

November 5, 2020, 6:30pm — As ballot counting continues, Democrats Abroad Germany, the official representation of the Democratic Party in Germany, is confidently, awaiting election results. After all, our organization knows how many of the 6.5 million Americans living overseas cast a ballot this election. In Germany alone, more than five times as many voters requested a ballot via VoteFromAbroad.org than in 2016.

More than half of Democrats Abroad’s members are from swing states. Given that races are coming down to razor-thin margins, these votes could soon be the margin of victory for Joe Biden. The laws of some states stipulate that overseas ballots that have been sent by Election Day, November 3, are legitimately counted if they arrive within specific deadlines (Georgia: Nov. 6; Nevada: Nov. 10; Pennsylvania: Nov. 10; North Carolina: Nov. 12 / Source: VoteFromAbroad.org/states). These deadlines take into account that overseas ballots are coming from great distances and are thus often longer than the deadlines for domestic mail-in ballots.

“We knew that it could become a tight race. That’s why we fought for every vote in Germany for months,” says Candice Kerestan, Chair of Democrats Abroad Germany, a Pennsylvania voter who cast her ballot from Munich. She stressed that “now all of our ballots need to be carefully counted.” When this happens, and the democratic electoral process continues in a legitimate way, these votes – our votes from abroad – could become an important factor in making Joe Biden the next president.